15. Chillen bei 32° Grad

Der Spätsommer war sehr heiß, die Zottelfrau wurde jeden Tag träger und mir immer langweiliger. Dummerweise hatte ich auch noch eine Muskelentzündung am Vorderbein und die nette Tierärztin hatte mir „Schonung“ verordnet. Der Gesichtsausdruck der Zottelfrau war in diesem Moment auch nicht unbedingt von Freude erfüllt. Lange Strecken laufen war aus diesen zwei Gründen für ein paar Wochen nicht drin. Ich glaube nicht, dass es meinem Fuß etwas getan hätte, die Zottelfrau bewegt sich nämlich ab  26° Grad sowieso nur noch in der Geschwindigkeit einer Weinbergschnecke.

Dafür war Finja oft da und selbstverständlich ist uns beiden trotz Hitze genügend Blödsinn eingefallen. Zwischendurch haben wir einfach zusammen im Schatten gechillt und die Frauchens waren glücklich dass wir „nicht so übertreiben“.

Einen Vorteil hatte mein kaputter Fuß: ich durfte wenn wir unterwegs waren immer im Fahrradanhänger sitzen und Frauchen hat sich abgestrampelt 😉 das hat vielleicht Spaß gemacht. Inzwischen ist mein Fuß wieder in Ordnung, das Fahrrad nehmen wir jetzt auch öfter mit und ich darf daneben her flitzen. Immerhin wieder mal eine Möglichkeit, schneller mit der Zottelfrau unterwegs zu sein. Da haben sich die Menschen schon ein paar tolle Utensilien zur Fortbewegung einfallen lassen. Wenn ich dann keine Lust mehr habe lasse ich immer meine Zunge raushängen und tue einfach so, als könnte ich nicht mehr. Noch besser funktioniert das, wenn ich die inzwischen längst verheilte Pfote anhebe und einen fürchterlich gequälten Hundeblick dazu aufsetze. Dann macht die Zottelfrau ganz schnell den Hänger auf und ich darf wieder hinten drin mitfahren.

Schön – wie einfach die Menschen doch zu erziehen sind.


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16. Vampirbesuch zu Halloween


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