14. In der Stadt beim Eisessen

Heute haben wir uns in der Stadt verabredet, zum Eisessen. Mit am Start (jeweils mit zweibeinigem Anhang): Meine Herzdame Finja, mein Plüschfreund Shet und Teddybär Corax, der wohl einzig Erwachsene unter uns.

Wir marschieren erst mal ein gutes Stück vom Parkplatz bis in die Innenstadt. Hier ist der Teufel los. Überall Autos, Motorräder, Menschen, Hunde und Tauben. Ich muss gut aufpassen dass Frauchen nah bei mir bleibt, die finde ich ja in dem Getümmel niemals wieder.

Jetzt sind wir schon beim Eiscafé angekommen. Es ist rappelvoll. Warum es trotzdem unbedingt dieses Café sein muss? Weil es hier das beste Eis gibt. Tatsächlich finden wir noch einen kleinen freien Tisch mit genau vier Stühlen. Wir Hunde versuchen uns zwischen all den Füßen und den Kaugummis, die am Kopfsteinpflaster kleben, einen Liegeplatz zu suchen. Ich bleibe sowieso lieber stehen, alles so aufregend hier. Ob ich wohl so eine Taube erwische?

Jetzt kommen auch schon die riesigen Eisbecher, die auf dem Miniatur-Tisch gar keinen Platz haben. Für Hunde gibt es hier übrigens gar kein Eis – echt toller Ausflug Frauchen! Tauben essen darf ich natürlich auch nicht. Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Wir rutschen alle noch viel enger zusammen, so dass ca. 50 Menschen nebst Tischen und ihren Eisbechern unter einem Sonnenschirm platz finden.

So langsam finde ich es nicht nur langweilig sondern echt doof hier! Mit den vielen Hunden, die am Tisch vorbeilaufen darf ich auch nicht spielen. Ich geh mal unter dem Tisch durch, rüber zu Corax. Vielleicht kann er ja ein Machtwort zu unseren Menschen sprechen, die immer noch vor ihrem mittlerweile flüssigen Eis sitzen.

„WUMMS! SCHEPPER! KLIRR!“
Ooooh Shit, das Geräusch kommt mir bekannt vor. Da ist mir doch glatt mein Heck ausgebrochen und am Tischfuss hängengeblieben…

Hmm alle Eisbecher sind umgefallen, das flüssige Eis läuft über den ganzen Tisch, tropft in das Fell von Plüsch-Shet und auf die Hose von seinem Frauchen. Der Rest geht auf den Boden oder klebt an der Tischdecke fest. Alle Leute kucken auf uns, aber immerhin – ich glaube jetzt gehen wir bald.

Shet durfte das Eis aufschlecken und wurde entsprechend für die kleine Dusche entschädigt. Alle anderen lachen, nur die Zottelfrau nicht so richtig. Ist ihr wohl ein bisschen peinlich? Das macht gar nichts, ich kann mich erinnern dass wir beide noch eine Rechnung offen hatten. Rache ist eben doch süß… 😉


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15. Chillen bei 32° Grad


2 thoughts on “14. In der Stadt beim Eisessen

  1. Hallo Lennox,
    ich bin das Tantchen von der Zottelfrau und ich habe sie sehr lieb. Ich bin froh, dass du jetzt immer bei ihr bist und und auch an ihrer Erziehung arbeitest. Ein hartes Stück Arbeit aber du schaffst das. Vielleicht sehen wir uns ja mal – dann kann ich dir noch ein paar Tipps geben.

    Ich freue mich schon auf eure weiteren gemeinsamen Erlebnisse!!!
    Grüße Tantchen

    1. Hallo Tantchen,
      Frauchen hat mir schon viel von dir erzählt, dass du immer lila oder pinke Zotteln hast und ziemlich laut bist 🙂 Freue mich schon wenn ich dich bald mal kennenlernen darf. Ich pass schon auf die Zottelfrau auf, keine Sorge.
      Bis bald, dicker Schlabberer
      Lennox

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